Geboren 1952 in Mitterteich/Oberpfalz.

Frühe Auseinandersetzung mit Malerei, Fotografie, Instrumentalmusik, Kompositon und Improvisation. Organist der englisch-niederländischen Rockformation Odin (1972 LP Odin bei Phonogram, Hamburg).

Ab 1971 Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Würzburg (Komposition, Schlaginstrumente und Klavier). Staatsexamen und Meisterklassendiplom. Diversen Preisen und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben folgen zahlreiche Einladungen zu Konzerten im In- und Ausland. Anfang der achtziger Jahre Lehrauftrag für Schlaginstrumente und perkussive Kammermusik an der Frankfurter Musikhochschule.

Konzertriert u.a. unter der Leitung von Michael Gielen, Eliahu Inbal, Karl-Anton Rickenbacher, Peter Eötvös und Pierre Boulez. Gespräche und Arbeitsbegegnungen mit Helmut Lachenmann und Olivier Messiaen.

1982 Stipendium des Bayerischen Kultusministeriums an der Cité Internationale des Arts, Paris. Begegnung und Freundschaft mit dem Fotografen Thomas Ruff.

1983 Studienaufenthalt in New York. Konzerte zur 100-Jahrfeier der Brooklyn-Bridge. Zusammenarbeit mit dem Imago-Ensemble. Arbeitet als Perkussionist in der New Yorker Modern Dance Szene. Zeichnet und studiert im Bronx-Zoo Tiere. Ausgiebige Auseinandersetzung mit dem plastischen Werk Henry Moores anlässlich der großen Retrospektive im Museum of Modern Art. Gespräche mit der Malerin Susan Rothenberg, der Pianistin Nurit Tilles und dem Komponisten Steve Reich. Freundschaft mit dem Schriftsteller und Maler Russel Epprecht.

Bereitet in zahlreichen New York Sketchbooks seine Bildhauerei vor, die er ab 1984 mit unterschiedlichen Materialien konsequent umsetzt. Seit 1985 ist Eisen der zentrale Werkstoff seiner plastischen Arbeit. Die Begegnung mit dem Berliner Galeristen Folker Skulima führt ab 1986 zu zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland.

Ab den neunziger Jahren Aufträge für Kunst im öffentlichen Raum, Bühnenbilder sowie Arbeiten für das Musiktheater und das Hörspiel. Gleichzeitig entstehen großformatige Skulpturen, Farbholzschnitte und umfangreiche fotografische Zyklen. Veröffentlichung eigener Lyrik und Prosa in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien und Einladungen zu Lesungen. Realisierung zahlreicher Auftragskompositionen, u.a. für das Internationale Musikfestival Istanbul, die Tage der Neuen Musik in Hannover, den Südwestfunk Baden-Baden, Radio Bremen, die Internationale Orgelwoche in Den Haag, die Münchener Biennale und die Internationalen Percussion Days in Moskau.

Seit mehr als 25 Jahren fotografiert Jeff Beer mit dem Konzept einer kontinuierlichen Beobachtung des unmittelbaren Lebens- und Wahrnehmungsraums. Aus seinem überwiegend seriell angelegten fotografischen Werk präsentierte er bisher Zyklen Unterwasserblätter, Zwischen Jahren und Zeiten, Et exspecto, Von Bäumen, Vom Wasser.

Durch die langjährige Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten künstlerischen Ausdrucksformen hat sich Jeff Beer ein Verknüpfungspotential geschaffen, das sein Werk zunehmend prägt.

Jeff Beer lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Gumpen/Oberpfalz.